Definition Was ist CMIS?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Content Management Interoperability Services (CMIS) beschreiben offene, herstellerunabhängige Standards, die dazu dienen, unterschiedliche Programme mit dem eigenen Content-Management-System zu verknüpfen. Die Idee stammt von OASIS.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Auf dem Markt stehen zahlreiche Content-Management-Systeme (CMS) zur Verfügung, die zumeist mit herstellerabhängigen Dateiformaten ausgestattet sind. Dies führt zu Problemen im Bereich der Interoperabilität. Die CMS arbeiten meist nur nahtlos mit Enterprise-Resource-Planning-Lösungen (ERP) oder auch Dokumentenmanagementsystemen (DMS) des identischen Anbieters oder von lizensierten Partner zusammen. An dieser Stelle setzen CMIS an. Es handelt sich um offene Standards, die eine Verbindung der CMS mit Lösungen von Drittanbietern möglich machen.

CMIS gehen auf OASIS zurück

Verantwortlich für die CMIS ist die Organisation für die Stärkung der Standards für strukturierte Informationen. Dieses wird mit OASIS für die englische Übersetzung des deutschen Namens „Organization for the Advancement of Structured Information Standards“ abgekürzt. Im Jahr 2010 wurde die erste CMIS-Version veröffentlicht. Drei Jahre später (Mai 2013) folgte die Edition 1.1, die offiziell bis heute gültig ist. Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Red Hat, Oracle und IBM sind an OASIS und hier ebenfalls an den CMIS-Standards beteiligt.

Dass es bis heute keine neuere Version gibt, vermittelt den falschen Eindruck, dass es keinen Bedarf mehr für die entsprechenden Dienste gibt. Das Gegenteil ist der Fall: Da sich das Content Management stetig weiterentwickelt hat, da beispielsweise immer häufiger Videos eingebunden werden müssen, haben viele CMS-Hersteller eigene Lösungen entwickelt, die besonders gut mit den eigenen Systemen zusammenarbeiten.

Das grundsätzliche Funktionsprinzip von CMIS

CMIS werden beispielsweise von Systemen wie OpenCMS 8.5, Oracle Webcenter Content oder auch Apache Chemistry InMemory Server 1.1.0 unterstützt. Um dies zu ermöglichen, arbeiten die Dienste mit vier Objekt-Basistypen:

  • Dokumente
  • Ordner
  • Beziehungen
  • Richtlinien

Diese kommen in allen CMS vor, können allerdings in zahlreichen Varianten vorliegen. Ein Textdokument kann zum Beispiel in unterschiedlichen Formaten gespeichert worden sein. Die Größe der entsprechenden Dateien ist ebenfalls individuell. CMIS bringen deshalb sogenannten „Klebe-Code“ (glue code) zum Einsatz, damit miteinander verbundene Systeme kommunizieren und Informationen tauschen können. Eine entsprechende Lösung ist beispielsweise das Simple Object Access Protocol (SOAP).

Technisch gesehen liegt auf dem eigentlichen CMS eine spezialisierte Anwendung, CMIS-Klient genannt, die den Kontakt zu einem CMIS-Server vermittelt. Dieser stellt einen Zugriffspunkt zur Verfügung, an dem sich das CMS und die anzubindende Lösung treffen und Daten tauschen können. Metaphorisch erinnert das Ganze an Geldwechselstuben (ohne Profite). Der eigentliche Wert einer Information bleibt identisch. Er wird nur in eine Form konvertiert, die von der anderen Seite verstanden wird.

(ID:49624140)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung